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ETHIKKODEX

EINLEITUNG

Die Gruppe Versace (im Folgenden: die „Gruppe”) ist ein internationales Unternehmen, das 1978 von Gianni Versace gegründet wurde. Inzwischen ist das in aller Welt anerkannte Modehaus eine wahre Legende. Die Gruppe operiert heute in zahlreichen verschiedenen Umfeldern institutioneller, wirtschaftlicher, politischer, sozialer und kultureller Art und entwickelt sich schnell und unablässig weiter. Sämtliche Aktivitäten der Gruppe sind unter Beachtung der Gesetze auszuführen, in einem Kontext korrekten Wettbewerbs, um im Zeichen der Integrität für Kunden, Mitarbeiter und Gemeinwesen Werte zu schaffen. Mit Integrität Werte schaffen bedeutet, ehrlich, integer. korrekt und in gutem Glauben zu handeln, unter Beachtung der rechtmäßigen Interessen der Kunden, Mitarbeiter, Handels- und Finanzpartner sowie der Gemeinschaften, mit denen die Gruppe interagiert. Alle, die in der Gruppe arbeiten, setzen sich ohne jede Ausnahme dafür ein, diese Grundsätze im Rahmen ihrer Aufgaben und Zuständigkeit einzuhalten und für ihre Einhaltung zu sorgen.
Die Überzeugung, zum Vorteil der Gruppe zu handeln, kann in keinem Fall Verhaltensweisen rechtfertigen, die in Widerspruch zu diesen Grundsätzen stehen.

Aus diesen Gründen und aufgrund der Komplexität der Situationen, in denen die Gruppe tätig ist, halten wir es für wichtig, die von der Gruppe anerkannten, akzeptierten und geteilten Werte sowie die gesamte Verantwortung, die die Gruppe nach innen und nach außen übernimmt, klar zu definieren. Aus diesem Grund wurde der vorliegende „Ethikkodex“ bzw. „Kodex“ verfasst. Er ist ein Komplex aus Grundsätzen und Regeln, deren Beachtung durch jene, an die er sich wendet, nicht nur zur Vermeidung von Straftaten nach it. Legislativdekret Nr. 231 vom 8. Juni 2001 von größter Bedeutung ist, sondern auch zur Gewährleistung von einwandfreien Abläufen, die Zuverlässigkeit und des guten Rufs der Gruppe.
Der Ethikkodex als echtes Arbeitsinstrument und konkrete Grundlage für alle Partner der Gruppe zielt darauf ab, Korrektheit, Billigkeit, Integrität, Loyalität und professionelle Konsequenz in allen Vorgängen, Verhaltens- und Arbeitsweisen innerhalb der Gruppe sowie in den Beziehungen zu Außenstehenden zu gewährleisten. Im Vordergrund steht dabei neben der Einhaltung der betrieblichen Verfahren auch jene der Gesetze und Verordnungen jener Länder, in denen die Gruppe arbeitet.
Der Verwaltungsrat der Gianni Versace SpA übernimmt diesen Ethikkodex unter Anwendung der höchsten Corporate Governance-Standards für die ganze Gruppe, um die vorstehenden Prinzipien der Ethik und Transparenz festzuschreiben und um das Streben nach Wettbewerbsfähigkeit mit den Ansprüchen einer loyalen Konkurrenz zu vereinbaren.
Die Versace-Gruppe wacht sorgfältig über die Beachtung des Ethikkodexes und stellt hierzu angemessene Instrumente für Information, Prävention und Kontrolle bereit. Transparenz in Geschäften und im Verhalten werden im Bedarfsfall durch Korrekturmaßnahmen sichergestellt.

1 ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

1.1 Zielgruppe Unabdingbares Prinzip der Gruppe ist die Beachtung der geltenden Gesetze und Verordnungen in allen Ländern, in denen die Gruppe tätig ist. Nachstehend werden jene Personen, an die sich der Ethikkodex wendet, als „Adressaten“ bezeichnet. Es handelt sich um die Verwaltungsräte und Mitglieder der Unternehmensorgane aller Konzerngesellschaften sowie um all jene, die direkt oder indirekt, auf Dauer oder vorübergehend in allen Ländern, in denen die Gruppe tätig ist, mit dieser in Beziehung stehen bzw. darauf hinwirken, ihre Ziele zu verfolgen.
Es obliegt in erster Linie den Managern, Werte und Grundsätze des Kodexes umzusetzen, indem sie nach innen und nach außen Verantwortung übernehmen und das Vertrauen, den Zusammenhalt und den Teamgeist der Gruppe stärken. Die Mitarbeiter der Gruppe werden unter der ohnehin erforderlichen Einhaltung des Gesetzes und der geltenden Normen ihr Handeln und Verhalten an den Grundsätzen, Zielen und Verpflichtungen des Kodexes ausrichten. Die Verwaltungsratsmitglieder definieren die Unternehmensziele auf Grundlage der Grundsätze des Kodexes.
Alle Handlungen, Vorhänge und Geschäfte und generell das Verhalten der Mitarbeiter der Gruppe bei ihrer beruflichen Tätigkeit sind an maximaler Korrektheit der Abwicklung, an der Vollständigkeit und Transparenz der Informationen, an der formalen und wesentlichen Rechtmäßigkeit sowie an der Klarheit und Wahrheit der Buchungsbelege gemäß den geltenden Normen und den internen Verfahren ausgerichtet.
Jeder Mitarbeiter muss seinem Aufgabengebiet angemessene, professionelle Leistungen erbringen und so handeln, dass Prestige und Image der Gruppe gewahrt werden.
Unter „Gruppe" verstehen sich die Gianni Versace S.p.A. (im Folgenden: „Versace”) und alle direkt oder indirekt von Versace kontrollierten Gesellschaften, wobei „Kontrolle" im Sinne von Art. 2359 it. ZGB zu interpretieren ist. Jeder Adressat ist gehalten, den Ethikkodex zu kennen, aktiv an seiner Anwendung mitzuwirken und eventuelle Mängel der für ihn zuständigen Abteilung mitzuteilen.
Zur vollen Beachtung des Ethikkodexes muss jeder Mitarbeiter, falls er von Situationen Kenntnis erhält, die tatsächlich oder potenziell eine schwerwiegende Zuwiderhandlung gegen den Ethikkodexe darstellen können, diese umgehend seinem unmittelbaren Vorgesetzten und/oder per E-Mail an die E-Mail-Adresse des Aufsichtsorgans seiner Gesellschaft anzeigen, wobei die Bestimmungen des konzerninternen Verfahrens „Abwicklung der Anzeigen“ zu beachten sind.

1.2 Pflichten der Versace-Gruppe

Die Versace-Gruppe gewährleistet auch durch Übertragung spezifischer Funktionen (“Bezugsorgane“ wie in Abschnitt 1.6 des Kodexes definiert):
(i) maximale Verbreitung des Kodexes unter den Adressaten;
(ii) Aktualisierung des Kodexes zur Anpassung an die Entwicklung der gesellschaftlichen Sensibilität und der Bezugsnormen für den Kodex selbst;
(iii) Durchführung von Kontrollen bei jeglicher Meldung von Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften des Kodexes;
(iv) Bewertung der Sachlage und bei nachgewiesener Zuwiderhandlung entsprechende Sanktionen;
(v) dass niemandem aus der Meldung möglicher Zuwiderhandlungen gegen den Kodex oder die Bezugsnormen Nachteile jeglicher Art entstehen.

1.3 Pflichten aller Mitarbeiter

Von jedem Mitarbeiter wird verlangt, die im Kodex und in den Bezugsnormen enthaltenen und seine Tätigkeit im Rahmen seiner Aufgaben regelnden Vorschriften zu kennen. Die Mitarbeiter der Gruppe sind verpflichtet:
(i) diesen Regeln nicht entsprechende Verhaltensweisen zu unterlassen;
(ii) dem Vorgesetzten oder dem Bezugsorgan umgehend jede selbst oder durch Dritte in Erfahrung gebrachte erhaltene Information über mögliche Zuwiderhandlungen gegen die Normen sowie über den Erhalt jeglicher eventuellen Aufforderung, sich unrechtmäßig zu verhalten, zu melden.

1.4 Weitere Pflichten für Leiter von Geschäftsbereichen und Abteilungen

Jeder Leiter von Geschäftsbereichen/Abteilungen ist verpflichtet:
(i) den Mitarbeitern mit dem eigenen Verhalten ein Beispiel zu geben und sie zur Beachtung des Kodexes und der entsprechenden Verfahren anzuhalten;
(ii) es den Mitarbeiter bewusst zu machen, dass die Einhaltung der Regeln des Kodexes sowie der Verfahren und Sicherheitsnormen für die Qualität der professionellen Leistung von wesentlicher Bedeutung sind;
(iii) im Rahmen seiner Zuständigkeit die internen und externen Mitarbeiter sorgfältig zu wählen, damit keine Personen beauftragt werden, deren volles Engagement hinsichtlich der Einhaltung der Kodex-Vorschriften und Verfahren nicht gewährleistet ist;
(iv) sofortige Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, wenn die Situation dies erfordert.

1.5 Geltung des Kodexes gegenüber Dritten

Alle Mitarbeiter der Gruppe müssen im Rahmen ihrer Zuständigkeit in den Beziehungen zu externen Personen und gegenüber Dritten:
(i) diese angemessen über die vom Kodex auferlegten Pflichten und Verpflichtungen informieren;
(ii) die Einhaltung der Pflichten einfordern, welche unmittelbar ihre Tätigkeit betreffen;
(iii) geeignete interne Initiativen ergreifen und, falls entsprechend befugt, auch Initiativen gegenüber Dritten, wenn der Verpflichtung, sich den Vorschriften des Kodexes anzupassen, nicht nachgekommen wird.

1.6 Bezugsorgane

Bezugsorgan für die Anwendung des Kodexes ist:
- das Ethikkomitee der Gruppe, eingerichtet in der Gianni Versace SpA und bestehend aus dem Geschäftsführer, dem Finanzdirektor und dem Direktor für Rechts- und Unternehmensangelegenheiten. Für das Handeln des Komitees wird auf die dem
konzerninternen Verfahren „Abwicklung der Anzeigen“ beiliegende Ordnung des Ethikkomitees verwiesen. Ziel des Komitees ist die Förderung eines ethischen Verhaltens innerhalb der Versace-Gruppe.

Zur Beurteilung aller eintreffenden Anzeigen bedient sich das Komitee der internen Auditing-Abteilung der Gruppe.

1.7 Vertragswert des Kodexes

Der Kodex ist wesentlicher Bestandteil des Arbeitsverhältnisses gemäß Art. 2104 it. ZGB ff.
Die Beachtung der Vorschriften des Kodexes ist als wesentlicher Teil der Verpflichtungen der Mitarbeiter der Konzernunternehmen zu betrachten. Die Verletzung der Vorschriften des Ethikkodexes kann eine Nichterfüllung der primären Verpflichtungen des Arbeitsverhältnisses oder ein Disziplinarvergehen gemäß den Verfahren aus Art. 7 des Arbeitnehmerstatuts sowie gemäß anwendbarem Nationalem Kollektivvertrag darstellen, mit allen gesetzlichen Folgen auch hinsichtlich des Erhalts des Arbeitsverhältnisses, und sie kann Klagen auf Ersatz des durch die Zuwiderhandlung selbst entstandenen Schadens mit sich bringen. Für die Adressaten, die keine Angestellten sind, ist die Beachtung des Kodexes Voraussetzung für die Fortsetzung der mit der Gruppe bestehenden Zusammenarbeit.
Wird die Verletzung durch ein Mitglied der Gesellschaftsorgane einer der Konzernunternehmen begangen, wobei sich diese Eigenschaft auch auf den Sekretär des Verwaltungsrats der Konzernunternehmen erstreckt, so werden die Gesellschafter auf der nächstfolgenden Versammlung über diese informiert, bzw. im Fall des Sekretärs des Verwaltungsrats auf der nächstfolgenden Sitzung, um den eventuellen Widerruf des Amts aus triftigem Grund zu erwägen.

2 VERHALTEN IN DER GESCHÄFTSABWICKLUNG

2.1 Geschäftsabwicklung im Allgemeinen

In den Geschäftsbeziehungen handelt die Gruppe nach den Grundsätzen der Loyalität, Korrektheit, Transparenz, Effizienz, Marktoffenheit, Vermeidung der Geldwäsche, Schutz des gewerblichen und geistigen Eigentums und der Umwelt.
Die angestellten Mitarbeiter der Gruppe und die externen Mitarbeiter, die im Namen oder im Auftrag der Gruppe selbst agieren, sind gehalten, in den die Gruppe betreffenden Geschäftsbeziehungen und in den Beziehungen mit der öffentlichen Verwaltung ein ethisches und das Gesetz respektierendes Verhalten im Sinne maximaler Transparenz, Klarheit, Korrektheit und Effizienz an den Tag zu legen.
In Handelsbeziehungen und Verkaufsförderung sind die Adressaten des Weiteren zu einem der Unternehmenspolitik der Gruppe entsprechenden Verhalten verpflichtet, dass niemals, auch nicht zum Zweck der Verfolgung des Gesellschaftszwecks, zu Handlungen führen darf, das Gesetze, geltende Vorschriften oder die für die einzelnen Abteilungen übernommenen betrieblichen Verfahren verletzt.
br> 2.2 Geschenke, Werbegeschenke und andere Vorteile
In den Beziehungen mit Kunden, Lieferanten, Adressaten und Dritten im Allgemeinen sind Angebote von Geld, Geschenken oder persönlichen Vorteilen jeglicher Art (wie Dienst- bzw. Arbeitsleistungen oder Reisen), die den Erhalt unzulässiger tatsächlicher oder scheinbarer Vorteile jeglicher Art bezwecken (z.B. Versprechen wirtschaftlicher Vorteile, Begünstigungen, Empfehlungen, Versprechen von Arbeitsangeboten und über die übliche Höflichkeit hinausgehende Zusagen) verboten.
In jedem Fall ist die geschäftsübliche Höflichkeit erlaubt, vorausgesetzt, sie hat einen geringen und symbolischen Wert, beeinträchtigt nicht die Integrität und den Ruf und beeinflusst nicht das unabhängige Urteil des Empfängers. In Ländern, in denen Geschenke für Kunden oder andere Personen üblich sind, ist dies zulässig, wenn diese Geschenke angemessen und von begrenztem und symbolischem Wert sind, jedoch stets gesetzlich erlaubt sind und nie als Bemühen um Bevorzugung betrachtet werden können.
Der Adressat, der Geschenke erhält, die über die Grenzen normaler Höflichkeit hinausgehen und nicht von geringem und symbolischem Wert sind, muss diese zurückweisen und unverzüglich seinen Vorgesetzten oder das Bezugsorgan aus Punkt 1.6 informieren.
Entsprechend dieses Grundsatzes ist es dem Adressaten nicht erlaubt, direkt oder indirekt Geld oder Vorzugsleistungen oder Geschenke oder Vorteile jeglicher Art persönlich zum Zweck des Erhalts unzulässiger tatsächlicher oder scheinbarer Vorteile zugunsten Dritter zu vergeben, es sei denn, es handelt sich um Geschenke oder Vorteile von geringem Wert.

2.3 Interessenkonflikt

Die Adressaten müssen Situationen und/oder Tätigkeiten vermeiden, die zu Interessenkonflikten mit der Gruppe führen oder ihre Fähigkeit zur unabhängigen Entscheidung im Sinne der Wahrung der Interessen der Gruppe selbst beeinträchtigen können.
Tritt bei einem Adressaten ein Konflikt mit den Interessen der Gruppe ein, so muss er dies unverzüglich seinem Vorgesetzten oder dem Bezugsorgan mitteilen und sich von jeglicher Tätigkeit in Verbindung mit der Situation, die den Konflikt erzeugt, enthalten.
In den Beziehungen zwischen der Gruppe und Dritten müssen die Adressaten nach ethischen und gesetzlichen Grundsätzen agieren. Die schließt gesetzwidrige Begünstigungen, Absprachen, Korruption oder die Forderung persönlicher Vorteile für sich oder andere ausdrücklich aus.
Dem Vorgesetzten und/oder dem Bezugsorgan sind jegliche Informationen mitzuteilen, die einen potenziellem Interessenkonflikt mit der Gruppe vermuten lassen können.
Als Beispiel und ohne Anspruch auf Vollständigkeit können folgende Situationen Interessenkonflikten bedingen:

1. Wirtschaftliche und finanzielle Interessen (signifikanter Besitz von Aktien, Ämtern etc.) auch seitens Familienangehöriger bei Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitern;
2. Arbeitstätigkeit auch seitens Familienangehöriger bei Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitern;
3. Annahme von Geld, Geschenken oder Vorteilen jeglicher Art von Personen, Unternehmen oder Behörden, die in Geschäftsbeziehungen mit der Gruppe stehen oder solche anstreben;
4. Nutzung der eigenen Position im Unternehmen oder der im Rahmen der Arbeit erhaltener Informationen derart, dass ein Konflikt zwischen den eigenen Interessen und jenen des Unternehmens entstehen kann;
5. Kauf oder Verkauf von Aktien (von Konzern- oder Drittunternehmen) wenn im Rahmen der Arbeitstätigkeit Kenntnis wichtiger Informationen erhalten wurde, die noch nicht öffentlich bekannt sind;
6. Verwendung des Namens der Gruppe und/oder von Konzernunternehmen zum Erhalt persönlicher Vorteile.

Situationen, in denen aufgrund familiärer oder emotionaler Beziehungen zwischen einer Führungskraft und einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin die Voraussetzungen für einen potenziellen Interessenkonflikt entstehen, können nicht ausgeschlossen werden. Um in diesen Fällen den Verdacht zu vermeiden, dass die Beurteilung des Mitarbeiters durch den Vorgesetzten nicht ausschließlich auf objektiven und leistungsbezogenen Kriterien basiert, muss der Vorgesetzte:
• dem Ethikkomitee der Gruppe den „potenziellen Interessenkonflikt“ melden und
• die Beurteilung nach den Vorgaben des Ethikkomitees der Gruppe vornehmen.

Diese Vorschrift des Kodexes ergänzt die bereits am 30. Mai 2005 von Versace eingeführten Bestimmungen zum Interessenkonflikt.

Frage: Ich habe mich mit einem Lieferanten angefreundet und erwäge, in einer Geschäftsinitiative, die nichts mit den Geschäften der Versace-Gruppe zu tun hat, sein Teilhaber zu werden. Verstößt das gegen die Ethik? Antwort: Ja Selbst wenn es gelingen sollte, die Position des Teilhabers an der neuen Initiative von jener des Beschäftigten der Gruppe getrennt zu halten, könnten andere Personen befürchten, dass die Arbeit für die Gruppe durch die Nebentätigkeit beeinflusst wird und das unabhängige Urteilsvermögen beeinträchtigt ist. Bevor Sie Entscheidungen treffen, sind diese Pläne mit dem Ethikkomitee der Gruppe zu besprechen.

Frage: Ich bin oft für die Gruppe auf Reisen. Kann ich die von den Fluggesellschaften erhaltenen Bonusmeilen für private Flüge verwenden?
Antwort: Ja, vorausgesetzt, dass die erhaltenen Benefits nicht bar ausgezahlt werden. Es ist nicht zulässig, die betrieblichen Reisepläne zum Zweck dieser Vorteile zu ändern. Jeder Zusatzaufwand, der der Gesellschaft zum Erhalt dieser Vorteile entsteht, stellt eine unrechtmäßige Aneignung von Betriebsmitteln dar.

Frage: Der Mann/die Frau/der/die Lebenspartner(in) eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin besitzt eine Firma, die Halbfertigprodukte herstellt. Dieses Unternehmen ist in der Lage, ein Produkt von hoher Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen zu liefern. Kann er/sie versuchen, die Gruppe als Kunde zu gewinnen?
Antwort: Ja, vorausgesetzt, dass die beruflichen Beziehungen zwischen Mann/Frau/Lebenspartner(in) und Mitarbeiter(in) nicht genutzt werden; zudem muss stets Rücksprache mit dem Vorgesetztem und/oder dem Bezugsorgan gehalten werden.


2.4 Beziehungen zu den Lieferanten

Die Gruppe definiert mit ihren Lieferanten Zusammenarbeitsverhältnisse gemäß den geltenden Normen und den Grundsätzen dieses Kodexes. Augenmerk liegt dabei auf den besten professionellen Standards, den Best Practices in Sachen Ethik, Schutz von Gesundheit und Sicherheit sowie der Umweltschutz.
In den wichtigsten Verträgen verlangt Versace das Engagement der Lieferanten, die in diesem Kodex enthaltenen Werte zu respektieren.
Die Wahl der Lieferanten und die Vorgabe der Bedingungen für den Erwerb von Gütern und Dienstleistungen für die Konzernunternehmen basieren auf Werten und Kriterien des Wettbewerbs, der Objektivität, Korrektheit, Unparteilichkeit, korrektem Preis, Qualität von Produkt und/oder Leistung. Außerdem werden die Garantien für den Kundenservice und das Angebot am Markt aufmerksam bewertet.
Die Einkaufsverfahren erfolgen unter den Gesichtspunkten des maximalen Wettbewerbsvorteils für die Gruppe sowie der Loyalität und Unparteilichkeit gegenüber den Lieferanten, die die verlangten Voraussetzungen erfüllen. Darüber hinaus ist von den Lieferanten die Zusammenarbeit dabei anzustreben, dass die Erwartungen der Kunden der Gruppe in Sachen Qualität und Lieferfristen kontinuierlich erfüllt werden.
Der Abschluss eines Vertrags mit einem Lieferanten muss stets auf einem Verhältnis extremer Klarheit basieren, wobei der Eingehen vertraglicher Bindungen, die eine Abhängigkeit von den Lieferanten selbst mit sich bringen, nach Möglichkeit zu vermeiden ist.

2.5 Beziehungen zu den Kunden

Versace verfolgt seine Verkaufsziele an den in- und ausländischen Märkten durch das Angebot hochwertiger Mode- und Luxusprodukte zu konkurrenzfähigen Konditionen und unter Einhaltung der Gesetze zum Schutz des Wettbewerbs. Jeder Adressat muss im Rahmen der Beziehungen zu den Kunden und der Einhaltung der internen Verfahren die maximale Zufriedenheit des Kunden anstreben und dazu unter anderem erschöpfende und präzise Informationen über die diesem verkaufte Versace-Produkte liefern, um bewusste Entscheidungen zu erleichtern und auch die Voraussetzung für die Kundenbindung zu schaffen.
Es ist den Mitarbeitern untersagt, Kunden Vorteile, Vergütungen oder Inzentives anzubieten, die nicht in Einklang mit dem Gesetz und der Vertriebspolitik der Gruppe stehen.

2.6 Korrekte Nutzung der Unternehmensgüter

Jeder Adressat ist dafür verantwortlich, die ihm anvertrauten Ressourcen zu schützen und die zuständigen Stellen unverzüglich über eventuelle Gefahren oder schädliche Ereignisse für die Gruppe zu informieren.

Insbesondere muss jeder Adressat:

• zum Schutz der Unternehmensgüter mit Sorgfalt handeln, indem er sich verantwortlich und gemäß den für den Gebrauch derselben erstellten Betriebsverfahren verhält;
• einen unsachgemäßen Gebrauch der Unternehmensgüter, der Schaden oder Effizienzminderung verursachen kann bzw. nicht den Interessen des Unternehmens entspricht, vermeiden;
• für einen eventuellen Gebrauch der Güter außerhalb des Unternehmens die erforderlichen Genehmigungen einholen.

Die zunehmende Abhängigkeit von der Informatiktechnologie erfordert es, die Verfügbarkeit, Sicherheit, Unversehrtheit und maximale Effizienz dieser besonderen Güterkategorie sicherzustellen.

Jeder Adressat muss:

• die Bestimmungen zur Betriebssicherheit strengstens einhalten, um die Funktionstüchtigkeit und die Sicherheit der IT-Systeme nicht zu beeinträchtigen;
• vermeiden, geliehene oder nicht befugte Software in den betrieblichen Systemen installieren,. Er darf keinesfalls lizenzierte Programme ohne Genehmigung für den persönlichen oder betrieblichen Gebrauch oder für Dritte kopieren.

Der auch unbeabsichtigte Gebrauch dieser Güter zu jeglichen, nicht der Unternehmenstätigkeit dienenden Zwecken kann Versace schwere Schäden (wirtschaftlicher Art, an Image, Wettbewerbsfähigkeit etc.) verursachen, wobei erschwerend hinzukommt, dass der unrechtgemäße Gebrauch als eventuelles Vergehen potenzielle straf- und verwaltungsrechtliche Folgen haben und Disziplinarmaßnahmen gegenüber den Adressaten erfordern kann.

Bei Vorlage einer Kostenabrechnung werden nachvollziehbare, tatsächliche und genehmigte Ausgaben gemäß den in den entsprechenden Verfahren enthaltenen Bestimmungen erstattet. Es sind stets Quittungen zu verlangen und in jedem Fall persönliche von dienstlichen Kosten zu trennen.

Frage: Kann ich die Fotos einiger Versace-Modelle mit nach Hause nehmen, damit der Ehepartner/ der/die Lebensgefährte/in/ andere etwas zum Kauf aussuchen können?
Antwort: Es ist nicht gestattet, Fotos nach Hause mitzunehmen. Es empfiehlt sich, zur Ansicht des Katalogs und zur Produktwahl ein Geschäft aufzusuchen oder die Produkte in E-Commerce-Websites anzusehen.


2.7 Umgang mit Informationen

Jeder Adressat muss die Bestimmungen der Unternehmensrichtlinien zur Sicherheit der Informationen kennen und befolgen, um die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Informationen selbst zu gewährleisten. Er muss seine Dokumente klar verständlich, objektiv und umfassend verfassen und allen Kollegen, Vorgesetzten oder Dritten, die befugt sind, diese zu verlangen, Einsicht gestatten.

Beispielsweise sind alle Informationen als vertraulich zu betrachten, die Folgendes betreffen: Prototypen, Zeichnungen, Entwürfe, Marken und Studien zu in der Entwicklung befindlichen Produkten, Vertriebs-, Management-, Industrie- und Strategiepläne, Finanzvorgänge bzw. Investitionen und Desinvestitionen, personenbezogene Daten der Mitarbeiter, Kunden- und Mitarbeiterverzeichnisse und was sonst noch zum industriellen, kommerziellen und verwaltungstechnischen Know-how der Gruppe gehört.

Alle Informationen und Materialien, die eine Adressat in Umsetzung oder in Bezug auf seine Arbeit erhalten oder zusammengestellt hat, sind ausschließliches Eigentum des Konzernunternehmens, bei dem der Adressat angestellt ist.

Die Gruppe gewährleistet die Vertraulichkeit der in ihrem Besitz befindlichen Informationen und verwendet keine vertraulichen Daten. Liegt hierfür ein ausdrückliches und bewusstes Einverständnis vor, so erfolgt die Verwendung in jedem Fall unter strenger Beachtung der geltenden Datenschutzgesetze.
Bei der - nur zu dienstlichen oder beruflichen Gründen zulässigen - Weitergabe vertraulicher Informationen an Dritte ist ausdrücklich der vertrauliche Charakter der Informationen zu erklären und die vertrauliche Behandlung vom Dritten zu verlangen.
Die Vertraulichkeit wird außerdem durch angemessene Maßnahmen zum Schutz der auf elektronischem Träger gespeicherten Unternehmensdaten garantiert.

2.8 Umgang mit Barmitteln oder Gütern

Die Adressaten dürfen im Rahmen der einzelnen Beziehungen mit der Versace-Gruppe und ihrer Konzerngesellschaften keinesfalls und unter keinen Umständen in Geldwäsche im Zusammenhang mit gesetzwidrigen oder kriminellen Aktivitäten verwickelt werden. Sie dürfen daher kein Geld, Güter oder Sonstiges aus Straftaten ersetzen oder transferieren oder diesbezüglich andere Operationen vornehmen, die die Identifizierung der ungesetzlichen Herkunft behindern könnte.
Vor der Aufnahme von Beziehungen oder dem Abschluss von Verträgen mit - nicht nur gelegentlichen - Lieferanten und anderen Geschäftspartnern müssen sich die Gesellschaft und ihre Beschäftigen und/oder Mitarbeiter der moralischen Integrität, Zuverlässigkeit, des Rufs und des guten Namens der Gegenseite vergewissern.
Die Versace-Gruppe und ihre Konzerngesellschaften verpflichten sich, alle nationalen und internationalen Gesetze und Bestimmungen zur Geldwäsche einzuhalten.

2.9 Schutz des gewerblichen und geistigen Eigentums

Die Gruppe gewährleistet im Rahmen der generellen Gesetzestreue die Einhaltung der nationalen, gemeinschaftlichen und internationalen Bestimmungen zum Schutz des gewerblichen und geistigen Eigentums.
Die Adressaten fördern den korrekten Gebrauch, zu jeglichem Zweck und in jeglicher Form, von Marken, Kennzeichen und aller kreativer Geisteswerken einschließlich Computerprogramme und Datenbanken zum Schutz der Vermögens- und Urheberrechte.
Diesbezüglich ist jegliche Fälschung, Veränderung, Duplizierung, Reproduktion oder Verbreitung in jeglicher Form und ohne Rechte am Werk Dritter generell untersagt.

3 EXTERNE BEZIEHUNGEN

3.1 Beziehungen zu Parteien, Gewerkschaften und Verbänden

Die Gruppe leistet keine direkten oder indirekten Spenden an politische Parteien, weder in Italien noch im Ausland, auch nicht an deren Vertreter oder Kandidaten.
Jeder Mitarbeiter muss anerkennen, dass jegliche Form der Partizipation an politischen Tätigkeiten auf rein persönlicher Ebene erfolgt, in der Freizeit, auf eigene Kosten und gemäß den geltenden Gesetzen. Sie erfolgt NICHT in seiner Eigenschaft als Mitarbeiter der Gruppe. Es ist verboten, Datenbanken, betriebliche Informationen, Archive oder sonstiges im Eigentum von Konzernunternehmen Stehende für politische Propaganda zu nutzen. Schließlich ist es untersagt, Ressourcen der Gruppe Parteien oder einzelnen Politiker zuzuwenden.
Die Gruppe spendet darüber hinaus keine Beiträge an Organisationen, mit denen Interessenkonflikte erkennbar sein können (wie Gewerkschaften, Verbraucher- oder Umweltschutzverbände). Formen der Zusammenarbeit sind möglich, wenn: die Zwecke auf die Mission der Gruppe zurückführbar sind oder Projekte von öffentlichem Interesse betreffen; die Zweckbestimmung der Ressourcen klar und nachweisbar ist, eine ausdrückliche Genehmigung seitens der zuständigen Unternehmensbereiche vorliegt.
Die Gruppe dialogiert auf transparente Weise mit allen politischen Kräften, um ihre Position zu in ihrem Interesse liegenden Themen und Belangen zu vertreten.
Die Darlegung spezifischer Positionen der Gruppe bei politischen Kräften und/oder Verbänden bedarf der Zustimmung der Unternehmensleitung oder der zuständigen Stellen.

3.2 Beziehungen zu öffentlichen Institutionen

Die zur Entwicklung der Unternehmenspläne der Gruppe erforderlichen Beziehungen mit Behörden und öffentlichen Einrichtungen sind ausschließlich den hierfür bevollmächtigen Abteilungen vorbehalten.
Die Beziehungen müssen absolut transparent, klar, korrekt und so beschaffen sein, dass sie nicht zu parteiischen, gefälschten, mehrdeutigen oder irreführenden Auslegungen seitens der öffentlichen Institutionen, zu denen aus unterschiedlichen Gründen Beziehungen bestehen, veranlassen.

Höflichkeitsbezeugungen und Gastfreundschaft gegenüber Repräsentanten wie Beamten oder Beauftragten der öffentlichen Hand sind zulässig, wenn sie von geringem Wert sind und von Dritten nicht als zum unlauteren Erhalt von Vorteilen zweckdienlich ausgelegt werden können. In jedem Fall muss diese Art von Kosten autorisiert und angemessen belegt werden.

Die Einstellung ehemaliger Angestellter der öffentlichen Verwaltung, die während der Ausübung ihrer Funktionen Beziehungen mit der Gruppe hatten, bzw. derer Verwandten und/oder Nahestehenden erfolgt unter strenger Beachtung der vom Unternehmen für die Personalauswahl festgelegten Standardverfahren.
Auch die Aufnahme anderer Arbeitsverhältnisse zu ehemaligen Angestellten der öffentlichen Verwaltung bzw. zu deren Verwandten und/oder Nahestehenden erfolgt unter strenger Einhaltung der Unternehmensverfahren.
Das Personal der Gruppe verpflichtet sich des Weiteren bei möglichen Inspektionen zur weitestgehenden Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung. In diesem Sinne ist das Personal der Gruppe verpflichtet, unverzüglich klare, transparente und der Wahrheit entsprechende Informationen zu erteilen. Bei der Erstellung betrieblicher Unterlagen sind nicht wahrheitsgemäße Darstellungen, die zu Fehlern veranlassen oder die Analysefähigkeit der öffentlichen Verwaltung beeinträchtigen können, verboten.

3.3 Subventionen und Finanzierungen

Zuschüsse, Subventionen oder Finanzierungen der Europäischen Union, des Staats, anderer Staaten, in denen die Gruppe tätig ist, oder anderer öffentlicher Einrichtungen, auch geringen Werts und/oder Betrags, sind für die Zwecke zu verwenden, für die sie beantragt und gewährt wurden.
3.4 Beziehungen zu den Massenmedien

Für die Beziehungen zwischen der Gruppe und den Massenmedien sind die eigens hierfür beauftragten Unternehmensabteilungen zuständig, und sie sind in Einklang mit der Politik und den Kommunikationsmitteln zu pflegen, die diesbezüglich festgelegt wurden.
Bei der Teilnahme an Konferenzen, Kongressen und Seminaren, der Verfassung von Artikeln, Essays und Veröffentlichungen im Allgemeinen sowie der Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen können Informationen über die Tätigkeiten, Ergebnisse, Positionen und Strategien der Gruppe verbreitet werden, wenn sie bereits öffentlich bekannt sind. Ist dies nicht der Fall, so bedarf die Verbreitung der vorherigen Information und Genehmigung des direkten Vorgesetzten, des Kommunikationsleiters und des Geschäftsführers.

Frage: Ist es möglich, als Referent zu Modekongressen eingeladen zu werden und Fallbeispiele von Versace anzubringen?
Antwort: Ja, das ist möglich, jedoch nur nach formeller Einholung der Genehmigung des Geschäftsführers und unter Vorlage und Abstimmung des zu verwendenden Materials.

Frage: Ist es möglich, als Redner zu Modekongressen eingeladen zu werden und Fallbeispiele von Versace anzubringen?
Antwort: Ja, das ist möglich, jedoch nur nach formeller Einholung der Genehmigung des Geschäftsführers und unter Vorlage und Abstimmung des zu verwendenden Materials.

4 PERSONALPOLITIK

4.1 HR-Management

Das Personal ist ein unerlässliches Element für die Existenz und Entwicklung des Unternehmens. Engagement und Professionalität der Mitarbeiter sind für das Erreichen der Gruppenziele entscheidende Werte und Voraussetzungen.
Die Gruppe schützt den Wert der Person: in dieser Perspektive werden keinerlei Diskriminierung und keine Form der Belästigung oder Beleidigung persönlicher oder sexueller Art toleriert. Versace verpflichtet sich daher zu garantieren, dass es im Arbeitsumfeld zu keinerlei Diskriminierung aufgrund von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Rasse, Sprache, Staatsangehörigkeit, politischer Überzeugung, Gewerkschaftsangehörigkeit, Religion oder anderer persönlicher und nicht die Arbeit betreffender Eigenschaften kommt.

Des Weiteren verpflichtet sich die Gruppe, die Fähigkeiten und Kompetenzen jedes Mitarbeiters zu fördern, damit die Energie und die Kreativität des Einzelnen sich bei Ausführung und Verfolgen des Gesellschaftszwecks voll entfalten kann.

Die Gruppe bietet jedem Mitarbeiter die gleichen Möglichkeiten professioneller Entwicklung, damit alle die gleiche Behandlung auf Basis leistungsorientierter Kriterien und ohne jede Diskriminierung erhalten können. Die zuständigen Leiter müssen:

(i) bei jeder einen Mitarbeiter betreffenden Entscheidung Leistungs- und Kompetenzkriterien bzw. streng professionelle Kriterien anwenden;
(ii) die Mitarbeiter ohne jede Diskriminierung und unter Beachtung aller einschlägigen arbeitsrechtlichen Gesetze auswählen, einstellen, ausbilden, vergüten und leiten;
(iii) eine Arbeitsumgebung schaffen, in der eine Diskriminierung aufgrund persönlicher Eigenschaften nicht möglich ist. Jeder Adressat muss aktiv daran mitwirken, ein Klima wechselseitigen Respekts der Würde und des guten Rufs jedes Einzelnen zu erhalten.

Die Gruppe widersetzt sich daher jedem Verhalten und jeder Einstellung, die Personen, Überzeugungen und Neigungen diskriminieren oder schädigen (etwa im Fall von Beleidigungen, Drohungen, Ausgrenzung oder Aufdringlichkeit und beruflicher Einschränkung).

4.2 Einsatz ausländischer Arbeitnehmer und Beschäftigung von Minderjährigen

Die Gruppe beschäftigt das Personal mit ordnungsgemäßem Arbeitsvertrag; es wird keinerlei Form illegaler Arbeit toleriert.
Es ist strikt untersagt, ausländische Arbeitnehmer ohne Aufenthaltsgenehmigung einzustellen und/oder mit diesen
Verträge abzuschließen, deren Laufzeit über die Gültigkeit der Aufenthaltsgenehmigung hinausgeht. Die Gruppe bedient sich keinerlei Form von Zwangs- oder Kinderarbeit, das heißt, sie und beschäftigt keine Menschen unter dem in dem Land, in dem die Arbeitsleistung erbracht wird, für die Arbeit geltenden gesetzlichen Mindestalter. Die Gruppe verpflichtet sich außerdem, keine Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten, die sich der Kinderarbeit bedienen, einzugehen oder fortzuführen.

4.3 Sexuelle Belästigung

Versace lässt keine sexuelle Belästigung zu, wobei Folgendes als solche zu verstehen ist: Bindung von Gehalts- oder Karriereperspektiven an die Annahme sexueller Leistungen; Antragen privater zwischenmenschlicher Beziehungen und Verhaltensweisen ungeachtet der ausdrücklichen oder vernünftigerweise erkennbaren Ablehnung, die angesichts der spezifischen Situation die Person, der gegenüber sie an den Tag gelegt werden, belasten können.

4.4 Kleidung und äußeres Erscheinungsbild

Die Mitarbeiter der Gruppe sind gehalten, stets professionelle Kleidung zu tragen, wenn sie in Ausübung ihrer Funktion mit Kunden, Lieferanten und/oder mit der Öffentlichkeit in Kontakt kommen. In jedem Fall dürfen sie, auch wenn sie nicht mit Dritten interagieren, keine Kleidung tragen, die explizit andere Marken als jene der Gruppe aufweist.

4.5 Umwelt, Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer

Die Gruppe verpflichtet sich, eine Kultur der Sicherheit zu verbreiten, zu konsolidieren und ein Bewusstsein der Risiken zu entwickeln, indem ein verantwortungsvolles Verhalten seitens aller Mitarbeiter gefördert wird. Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten sowie aller Personen, die die Büros und Arbeitsbereiche betreten, werden insbesondere durch vorbeugende Maßnahmen geschützt.
Zu diesem Zweck verpflichtet sich die Gruppe, eigens auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmte Programme zur Schulung (und Information) zu erstellen.
Insbesondere verpflichtet sich die Gruppe, zum Schutz der psychischen und körperlichen Unversehrtheit der Arbeitnehmer für korrekte Arbeitsbedingungen zu sorgen. Hierzu werden Werke, Büros und Betriebssystem so instand gehalten, dass alle Sicherheitsnormen erfüllt und Arbeitsbedingungen garantiert sind, die die Würde des Einzelnen sowie eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung gewährleisten.
Schließlich führt die Gruppe periodisch Kontrollen aus, um sicherzustellen, dass alle Sicherheitsmaßnahmen effizient ausgeführt und eingehalten werden.
Alle Mitarbeiter verpflichten sich ihrerseits, die vom Gesetz sowie von der Praxis und den Verfahren der Gruppe vorgegebenen Bedingungen zu erfüllen.

4.6 Sanktionen

Sanktionen gegen Personen in Spitzenpositionen
Eventuelle Verhaltensweisen, die den in diesem Ethikkodex aufgeführten Grundsätzen widersprechen, und/oder vorsätzliches oder schuldhaftes, gegen das Gesetz oder die grundlegenden Pflichten des bekleideten Amts verstoßendes Verhalten werden gegenüber Führungskräften unter Berücksichtigung des besonderen Arbeits- und Vertrauensverhältnisses, des Fehlens eines Disziplinarstrafensystems für diese Personen, der besonderen Erfordernis der Gruppe, sich auf ihre Professionalität, ihr Engagement und ihre Kompetenz bei der Umsetzung der oben genannten Grundsätze verlassen zu können sowie im Sinne des Prinzips der Legalität und der Verfahren und Richtlinien des Unternehmens beurteilt.
Sanktionen gegen angestellte Arbeitnehmer
Gegen angestellte Mitarbeiter können die Sanktionen des Kollektivvertrags, den jeder Mitarbeiter bei seiner Einstellung anzunehmen erklärt, verhängt werden. Die Verletzung der Bestimmungen des Kodexes kann Nichterfüllung der primären Pflichten des Arbeitsverhältnisses oder ein Disziplinarvergehen darstellen, wobei es dem Unternehmen freisteht, jede als angemessen erachtete Maßnahme zu ergreifen, einschließlich der Kündigung des Arbeitsverhältnisses und der Schadensersatzforderung. Besondere Strenge wird in Fällen der Haftung wegen Verletzung der Aufsichtspflicht seitens mit dieser Aufgabe betrauter Personen angewandt.

5 Umweltschutz

5.1 Umweltschutz in den Arbeitsprozessen

Der Umweltschutz ist ein Schlüsselfaktor, der im Zusammenhang mit jeder Unternehmenstätigkeit generell zu berücksichtigen ist. Die Gruppe verpflichtet sich, die erreichte Umweltleistung durch die Qualität der Systeme und Produktionsprozesse sowie durch Überwachung der diesbezüglichen gesetzlichen und normativen Anforderungen kontinuierlich zu verbessern.

5.2 Umweltwirkung und Sicherheit der Produkte

Die Gruppe verpflichtet sich, unter voller Beachtung der gesetzlichen und normativen Anforderungen Produkte herzustellen und zu verkaufen, die hinsichtlich Umweltleistung und Sicherheit den höchsten Standards entsprechen. Sie setzt sich außerdem dafür ein, innovative technische Lösungen zu entwickeln und einzuführen, die die Umweltwirkung auf das Minimum reduzieren und ein maximales Sicherheitsniveau garantieren.

6 TRANSPARENZ DER BERICHTERSTATTUNG UND INTERNE KONTROLLEN

6.1 Berichtwesen

Transparenz des Berichtwesens gründet auf der Wahrheit, Präzision, Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Unterlagen über die Geschäftsführung und der entsprechenden Buchungsbelege.
Jeder Adressat ist zur Zusammenarbeit gehalten, damit die Geschäftsvorfälle korrekt und zeitnah in der Buchhaltung abgebildet werden.
Jeder Vorgang und/oder jede Tätigkeit muss gesetzlich, autorisiert, schlüssig, dokumentiert und nachprüfbar sein, dem Prinzip der Rückverfolgbarkeit, den Unternehmensverfahren und den Kriterien der Vorsicht entsprechen sowie die Interessen von Versace wahren:
• Die Unternehmensverfahren müssen Kontrollen der Vorgänge, der Genehmigungsverfahren und der Ausführung der Vorgänge selbst erlauben;
• jeder Mitarbeiter, der Vorgänge ausführt, die Geldbeträge, Güter oder andere wirtschaftlich bewertbare Vorteile der Gesellschaft betreffen, muss angemessene Belege liefern, um die Prüfung der genannten Vorgänge zu ermöglichen. Für jeden Vorgang wird eine angemessene Dokumentation der durchgeführten Tätigkeit aufbewahrt, um die einfache Buchung, die Feststellung der verschiedenen Zuständigkeitsebenen sowie eine präzise Rekonstruktion des Vorgangs zu ermöglichen. Jede Aufzeichnung muss exakt das reflektieren, was aus der Dokumentation hervorgeht.
Adressaten, die Kenntnis von Unterlassungen, Fälschungen oder Nachlässigkeit in der Berichterstattung und der Dokumentation erlangen, sind gehalten, dies dem Vorgesetzen oder dem Ethikkomitee der Gruppe mitzuteilen.

6.2 Interne Kontrollen

Die Gruppe will auf allen Ebenen ihrer Organisation eine Kultur verbreiten, die sich der Bedeutung eines angemessenen internen Kontrollsystems bewusst ist.
Insbesondere ist Versace der Ansicht, dass das interne Kontrollsystem das Erreichen der Unternehmensziele begünstigen muss und daher auf die Steigerung der Effizienz der Produktions- und Managementprozesse auszurichten ist. Alle Adressaten sind im Rahmen ihrer Aufgabenbereiche für die korrekte Funktionsweise des Kontrollsystems verantwortlich.
Jeder von ihnen hat verantwortlich über die der Aktivität zweckdienlichen, materiellen und immateriellen Unternehmensgüter zu wachen.
Die interne Revision der Gruppe und die beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften haben freien Zugang zu Daten, Dokumenten und den für ihre Tätigkeit nützlichen Informationen.

7 ÜBERNAHME, ÄNDERUNG UND INKRAFTTRETEN
Dieser Ethikkodex wird am 25. März 2013 mit Beschluss del Verwaltungsrats der Gianni Versace SpA übernommen.
Jede Überarbeitung, Änderung oder Revision dieses Ethikkodexes bedarf der Genehmigung durch den Verwaltungsrat der Gianni Versace SpA.

Die Versace-Gruppe prüft periodisch die Konformität mit dem Kodex. Hinweisen auf potenzielle Zuwiderhandlungen wird durch das Unternehmen nachgegangen, und sie werden auf Weisung des Ethikkomitees der Gruppe dem Verwaltungsrat der Konzernunternehmen sowie den zuständigen Behörden gemeldet. Absichtlich falsche und instrumentalisierte Vorwürfe werden disziplinarisch verfolgt. Jeder Mitarbeiter ist zur vollständigen Zusammenarbeit in jeglicher, internen oder externen Untersuchung angehalten, wobei Letztere und die Dokumentation vertraulich zu behandeln sind.
Disziplinarmaßnahmen wegen Zuwiderhandlung gegen diesen Kodex können sich auch auf den Vorgesetzten der Person, die die Zuwiderhandlung begangen hat, erstrecken, falls dessen Beteiligung an der Zuwiderhandlung oder schuldhafte Nachlässigkeit bei der Überwachung der Einhaltung des Ethikkodexes nachgewiesen wird. Mitarbeiter, die diesem Kodex zuwiderhandeln, jene, die ihrer Aufgabe nicht nachgekommen sind, über das Handeln ihrer Mitarbeiter wachen, und jeder Mitarbeiter bzw. jedes Mitglied der Verwaltungs- oder Kontrollorgane, der/das die Mitarbeiter daran hindert, dem Ethikkomitee gegenüber Zweifel oder Sorgen zu äußern, die sie in gutem Glauben bezüglich nicht dem Kodex entsprechender Verhaltensweisen haben, oder der/das Vergeltung sucht oder Drohungen äußert, werden den Maßnahmen unterzogen, die von in Gesetzen, staatlichen Kollektivarbeitsverträgen und einschlägigen Verordnungen vorgesehenen Verfahren sind. Es ist streng verboten, Unterlagen zum Zweck der Behinderung einer bevorstehenden oder potenziellen Untersuchung zu fälschen oder zu vernichten.

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